CDU Cremlingen

CDU-Kandidaten fordern ergebnisoffene Prüfung zur Zukunft der Schachtanlage Asse

Gemeinsame Position von Tobias Thurau, Dr. Christian Schieder und Marco Kelb

Seit Jahrzehnten sorgt die Schachtanlage Asse II für große Verunsicherung und intensive Diskussionen in der Region. Für die CDU-Kandidaten für kommunale Spitzenämter Tobias Thurau (Landratskandidat Landkreis Wolfenbüttel), Dr. Christian Schieder (Samtgemeindebürgermeisterkandidat Samtgemeinde Elm-Asse) und Marco Kelb (Samtgemeindebürgermeisterkandidat Samtgemeinde Sickte) bleibt das Thema daher mit höchster Priorität auf der politischen Agenda. Sie betonen, dass die Herausforderungen nur mit größtmöglicher Transparenz, einem offenen Dialog und einer realistischen Bewertung der technischen Rahmenbedingungen bewältigt werden können.

Im Mittelpunkt ihrer gemeinsamen Position steht angesichts der sich weiter verzögernden Rückholungsplanungen insbesondere die Frage einer ergebnisoffenen Prüfung aller Handlungsoptionen. Vor dem Hintergrund der von der Bundesgesellschaft für Endlagerung angekündigten Zeitachsen – wonach der Rückholschacht 5 frühestens 2039 und das Rückholbergwerk erst Mitte der 2040er Jahre fertiggestellt sein könnte – halten die drei Kandidaten es für zwingend erforderlich, alternative Wege ernsthaft in Betracht zu ziehen. Dazu gehört ausdrücklich die Prüfung einer Teilrückholung der mittelradioaktiven Abfälle aus der 511-Meter-Sohle, erforderlichenfalls unter Ertüchtigung der Schächte 2 und 4. In diesem Zusammenhang müsse im Rahmen einer radiologischen Risikoabwägung ergebnisoffen bewertet werden, ob ein verbleibender Teil der schwachradioaktiven Abfälle unter sicheren Bedingungen im Bergwerk verbleiben kann, sofern dies insgesamt zu einer schnelleren und risikoärmeren Gesamtlösung führt.

Zugleich setzen die CDU-Kandidaten auf einen vertieften und konstruktiven Dialog mit den betroffenen Menschen vor Ort sowie den Eigentümern und Nutzern der Flächen rund um die Asse. Besonders wichtig ist ihnen dabei die enge Einbindung des Runden Tisches Asse II der Samtgemeinde Elm-Asse als etabliertem Beteiligungsformat.

Darüber hinaus fordern Thurau, Schieder und Kelb vollständige Transparenz über alle Prozesse und Entscheidungen im Zusammenhang mit der Rückholung der radioaktiven Abfälle. Dazu gehört insbesondere eine ehrliche und nachvollziehbare Kommunikation darüber, wann realistisch mit Beginn und Abschluss der Maßnahmen gerechnet werden kann. Die bisher kommunizierten Zeiträume unterstreichen aus ihrer Sicht die Notwendigkeit, neue Lösungsansätze nicht auszuschließen.

 

Auch die Entscheidung über ein assenahes Zwischenlager bewerten die drei Kandidaten weiterhin kritisch. Angesichts des nicht zustande gekommenen Vergleichs mit konkreten assefernen Standorten lehnen sie das derzeit geplante assenahe Zwischenlager weiterhin ab. Sollte es dennoch errichtet werden, fordern sie verbindliche und einklagbare Zusicherungen des Bundes hinsichtlich einer klar begrenzten Nutzungsdauer sowie der ausschließlichen Lagerung von tatsächlich aus der Asse geborgenen Abfällen.

 

Dr. Christian Schieder erklärt hierzu:

„Die Menschen in der Region erwarten zu Recht Ehrlichkeit über die tatsächlichen Perspektiven der Rückholung. Wenn sich zeigt, dass die bisherigen Planungen in dieser Form nicht zeitnah umsetzbar sind, müssen wir den Mut haben, Alternativen wie eine Teilrückholung ernsthaft zu prüfen und politisch zu bewerten.“

Tobias Thurau unterstreicht:

„„Bei der Schachtanlage Asse II geht es um Entscheidungen mit großer Tragweite über Generationen hinweg. Deshalb braucht es vollständige Transparenz in allen Planungs- und Entscheidungsprozessen und Formate, in denen die Menschen der Region nicht nur informiert, sondern ernsthaft in die Abwägungen einbezogen werden.“

Marco Kelb betont abschließend:

„Entscheidend ist, dass wir bei der Asse nicht in starren Linien verharren. Wir brauchen einen realistischen, verantwortbaren Weg, der Sicherheit gewährleistet und zugleich die tatsächlichen Umsetzungszeiträume ehrlich berücksichtigt – ohne Denkverbote und mit klarer Verantwortung für unsere Region.“

 

Abschließend fassen die die drei CDU-Kandidaten zusammen, dass es ihnen um eine langfristig sichere, transparente und verantwortbare Lösung für die Region geht, die die Menschen vor Ort ernst nimmt und den technischen Realitäten standhält.

Marco Kelb (Sickte) und Dr. Christian Schieder (Elm-Asse) sowie CDU-Landratskandidat Tobias ThurauMarco Kelb (Sickte) und Dr. Christian Schieder (Elm-Asse) sowie CDU-Landratskandidat Tobias Thurau